Foto: SEGES Innovation

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Neue Kooperation plant gemeinsames Verfahren zur Berechnung der Klimawirkung von Futtermitteln

Landwirtschaft und Futtermittelbranche fokussieren auf Maßnahmen zur Reduktion von Klimagasemissionen der Land- & Ernährungswirtschaft – insbesondere der Nutztierproduktion, deren Futtermittel einen hohen Anteil an den Gesamtemissionen ausmachen.

DAKOFO (Verband der dänischen Getreide- und Futtermittelbranche), die dänischen Futtermittelbetriebe sowie SEGES Innovation haben soeben die Kooperation am Projekt „Klimawirkung der Futtermittel” vereinbart.

Ziel ist die Entwicklung von Futtermitteln und Fütterungsstrategien, welche die Klimabilanz der Nutztierproduktion verbessern können.

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Futtermitteldatenbank als Berechnungsgrundlage
Das Projekt soll eine gemeinsame Grundlage für die Berechnung der Klimawirkung schaffen, und zwar im Einklang mit der Futtermitteldatenbank des Global Feed LCA Institute (GFLI) der Fédération Européenne des Fabricants d'Aliments Composés/European Animal Feed Manufacturers' Association (FEFAC).

Die EU-Kommission empfiehlt die Anwendung von Daten, die den PEF-Vorgaben (Product Environmental Footprint) zur Berechnung der Klimawirkung von Produkten entsprechen. Da die GFLI-Datenbank diese Bedingung erfüllt, eignet sie sich als Berechnungsrundlage für die Klimawirkung von Futtermitteln – mit der Möglichkeit, die Klimawirkung landwirtschaftlicher Produkte zu ermitteln – wie z.B. Ferkel, Milch, Eier, Schlachttiere.

Eins der Projektziele ist die Weiterentwicklung der GFLI-Datenbank als robuste Grundlage zur Ermittlung der Klimawirkung von Futtermitteln in Dänemark.

Die GFLI-Datenbank umfasst zwar bereits über 1.000 Futtermittel aus verschiedenen Ländern, hat aber noch Lücken, die das Projekt aufzeigen und schließen soll. Anschließend geht es an die Life Cycle Analysis (LCA) bzw. die Aufstellung von Ökobilanzen für bestimmte Futtermittel sowie die Klimaschutz-Optimierung der Betriebe.

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Vom Landwirt bis zur Ladentheke
Ökobilanzen umfassen sämtliche Aspekte von Ressourcenverbrauch, Umwelt- und Klimaschutz entlang der Wertschöpfungskette einschließlich eventueller Wiederverwertung (Stichwort Kreislaufwirtschaft).

Auf diese Weise erhält man den kompletten Überblick und kann dort ansetzen, wo der Nutzen für Umwelt und Klima am größten ist.

Zunächst geht es vor allem um die Optimierung von Futtermitteln mit Blick auf den Klimaschutz. Durch flächendeckende Umsetzung der Ergebnisse kann man dann den Klima-Fußabdruck der Futtermittel ebenso reduzieren wie den der Nutztier- und Nahrungsmittelproduktion.

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Fakten:
Finanziert wird das Projekt durch Mittel aus dem ‚Promilleafgiftsfonden for Landbrug‘.

Projektteilnehmer sind SEGES Innovation, DAKOFO und Unternehmen der Futtermittelbranche.

Ziel ist, Landwirte durch optimierte Futtermittel und Fütterungsstrategien noch besser für die ‚grüne Umstellung‘ zu rüsten.

Zu diesem Zweck soll das Projekt Klimaschutzvorgaben für Futtermittel und deren Einsatz als Grundlage für Verbesserungen bereitstellen.

Grundlagen bilden die international anerkannte GLFI-Datenbank des europäischen Futtermittelherstellerverbands FEFAC und die von der EU empfohlene Anwendung von Daten, die den PEF-Vorgaben entsprechen.

DAKOFO, die Futtermittelbranche und SEGES Innovation sind sich einig, dass die GFLI-Datenbank ein zukunftsfähiges Werkzeug zur Ermittlung der Klimawirkung von Futtermitteln darstellt.