Foto: Dänischer Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft

Highlights vom diesjährigen Schweinekongress

Zahlreiche Themen von der Nachhaltigkeit der Schweineproduktion, über Nahrungsmittel der Zukunft und Erforschung zukunftsfähiger Fütterungsmethoden bis hin zu Marktentwicklung und Wirtschaftsdaten im vergangenen Jahr wurden auf dem Schweinekongress abgehandelt und diskutiert.

Wie optimieren wir Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der dänischen Schweinebranche? Zu dieser Frage referierte Esben Lunde Larsen, Direktor des World Resources Institute.

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Konsumenten werden beim Lebensmitteleinkauf zunehmend Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz berücksichtigen und einfordern. Diese stehen auf der internationalen Agenda ganz oben und können der dänischen Schweinebranche in Zukunft weitere Wettbewerbsvorteile verschaffen. Entsprechende Überlegungen prägten auch das Referat von Jais Valeur, Group CEO von Danish Crown, zur Zukunft der Nahrungsmittelproduktion.

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Futterverbrauch kann zur Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Schweineproduktion beitragen
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sind miteinander verknüpft. Dazu referierten Per Tybirk und Michael Holm vom SEGES Pig Research Centre. Optimierte Futtermittel und minimaler Verbrauch können zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Schweinebranche beitragen. Entscheidend ist der Klimafußabdruck der einzelnen Futterbestandteile. Ein weiterer Vortrag befasste sich mit der Rolle der Fütterungsmethode und Forschungen zu Unterschieden zwischen restriktiver/rationierter und Ad-libitum-Fütterung.

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Klimabilanz im Fokus
Technische Innovationen und neue Stallsysteme stellen ebenfalls Lösungen für nachhaltigere Produktionsmethoden bereit. Dabei spielen die Aufstellung von Klimabilanzen und deren Reduktion eine Schlüsselrolle. Ansätze zur Verbesserung der Klimabilanz durch Reduzierung der Ammoniak-, Geruchs- und Methan-Emissionen liefern u.a. häufigere Gülleausschleusung, Luftreinigung und andere Umwelttechnologien.

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Zucht, Genetik und technologische Lösungen
Mehrere Referate nahmen genetische Aspekte nachhaltiger Sauen, Ferkel und Mastschweine unter die Lupe. Neue Abferkelbuchten, Milchfütterungsanlagen, weniger Sauen etc. können die zunehmenden Wurfgrößen mit dem Wohl der Sauen und nachhaltiger Produktion in Einklang bringen.

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Das Gesundheitsrad. Quelle: SEGES

SEGES Gesundheitsrad – ein Werkzeug zur Sicherung des Tierwohls
Vorgestellt wurde auch das vom SEGES Pig Research Centre in Zusammenarbeit mit INudgeYou entwickelte Gesundheitsrad. Es soll Mitarbeitern von Schweinemastbetrieben die Identifikation und korrekte Betreuung von kranken oder verletzten Tieren erleichtern und so zur ständigen Verbesserung der Gesundheit und des Wohls der Tiere beitragen.

Vertiefende Beiträge in kommenden Newslettern
Themen wie Auslaufmodell Zink, die dänische und internationale Wirtschaft nach Corona, Ferkelproduktion oder die Wirtschaftlichkeit ökologischer Schweineproduktion wurden ebenfalls behandelt. In den kommenden Monaten werden wir zentrale Themen in einer Reihe von Artikeln vertiefen.

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