Foto: Landbrugsavisen.dk

Können Hundepfeifen Schweine beruhigen?

Ein Schweineproduktionsberater hat es versucht und war überrascht

Im Abferkelstall des Hofes Stovgaard bei Sønderborg locken neue Pfeifentöne die Tiere zur Fütterung. Inspiriert durch Michel aus Lönneberga und dessen Schweinchen-Dressurtricks hat Schweineproduktionsberater Anders Peter Andersen laut landbrugsavisen.dk den Schweinen beigebracht, nach seiner Hundepfeife zu tanzen bzw. zu fressen.

Bevor die Futterzuteilung durch einen Hebel ausgelöst wird, ertönt immer die Hundepfeife. Die Schweine haben es gelernt und wissen genau, wann es ans Futtern geht.

Verhaltensänderung nach achttägigem Training
„Innerhalb von acht Tagen haben wir den Schweinen beigebracht, dass sie sich erst nach Ertönen der Pfeife erheben und zum Futtertrog begeben“, erklärt Anders Peter Andersen.

Gleichzeitig erleichtern Hundepfeifen den Mitarbeitern die Überwachung des Abferkelns der 1.500 Sauen sowie anderer für das Tierwohl relevanter Abläufe und Verhaltensweisen der jährlich 75.000 Mastschweine des Betriebs.

Anders Peter Andersen: „Nach relativ kurzem Training wissen die Tiere jetzt genau, wann sie sich erheben müssen. Das erleichtert die Betreuung und senkt die Sterblichkeit.“

Zukunftsperspektiven
Die Hundepfeifen-Methode optimiert die Produktion und kann künftig zur nachhaltigen Entwicklung der dänischen Landwirtschaft beitragen – stets mit Blick auf mehr Tierwohl, Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit. Laut Anders Peter Andersen hat das Verfahren auch im Ausland Interesse gefunden. Stand jetzt wurde es bereits in einem Schweineproduktionsbetrieb außerhalb des Königreichs eingeführt.

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