Algen als nachhaltiges Futterprotein der Zukunft

Künftig könnten Algen als primäre Eiweißquelle importiertes Sojaprotein ersetzen. Das Potenzial in Dänemark gezüchteter Mikroalgen wird nun im von der dänischen Innovationsstiftung geförderten ReMAPP-Projekt erforscht.

Im Versuch sollen die Algen durch Zufuhr von CO2 sowie Nährstoffen aus Nebenströmen von Biogasanlagen produziert werden. Ziel ist eine Algenproduktion mit gegenüber herkömmlich erzeugten Futtermitteln bis zu zehnfach reduziertem Flächenbedarf.

„Mikroalgen haben wir seit Jahren auf dem Schirm, da sie auf sonst nicht landwirtschaftlich nutzbaren Flächen sehr hohe Wachstumsraten ermöglichen. Unsere Algenkulturen bilden eine an das dänische Klima angepasste robuste Mischung, die lange Wachstumsphasen ermöglicht“, erklärt Projekt- und Centerleiter Jesper Mazanti Aaslyng vom Danish Technological Institute (DTI).

ReMAPP = Ressource efficient Microalgae Protein Production
Die ersten Versuchsanlagen des ReMAPP-Projekts werden am DTI-Hauptsitz in Taastrup bei Kopenhagen in Betrieb genommen. Anschließend ist ein 800-qm-System an der Biogasanlage NGF Nature Energy Holsted in Südjütland geplant, die jährlich 13 Mio. Kubikmeter Biogas erzeugt. Das mit 26 Mio. DKK (rund 3,5 Mio. EUR) veranschlagte Vorhaben soll 2022 abgeschlossen sein.