2020 - Ein Jahr der Herausforderungen

Im Jahr 2050 will die dänische Land- und Ernährungswirtschaft Nahrungsmittel ausnahmslos klimaneutral erzeugen. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, gilt es in vielen Bereichen die Weichen richtig zu stellen. Auch 2020 hat die Branche wieder eine Reihe von wichtigen Nachhaltigkeits-Projekten auf den Weg gebracht.

So ist Anfang des Jahres das „Center für Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ an den Start gegangen. Der neue Kompetenzverbund spielt eine zentrale Rolle bei der Koordinierung der Aktivitäten zur Senkung des Klima-Abdrucks und zur Steigerung der Nachhaltigkeit – vom Umweltschutz über Tierwohl und Biodiversität bis hin zum Arbeitsschutz.

Zudem hat der dänische Agrarsektor 2020 beschlossen, bis zum Jahr 2025 ausschließlich Soja für die Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere einzusetzen, das aus verantwortungsvoller und nachhaltiger Erzeugung stammt. Dabei muss eine unabhängige Kontrollinstanz unter anderem überprüfen und bestätigen, dass der Soja-Anbau auf Flächen erfolgt, auf denen zuvor keine Wälder gerodet wurden.

Nach Ansicht von Experten könnten in Zukunft Algen als primäre Eiweißquelle importiertes Sojaprotein ersetzen. Deshalb fiel 2020 der Startschuss für das ReMAPP-Projekt. Die Buchstaben stehen für Ressource efficient Microalgae Protein Production. In Versuchen sollen Mikroalgen durch Zufuhr von CO2 und Nährstoffen aus Nebenströmen von Biogasanlagen erzeugt werden. Ziel ist eine Algenproduktion mit im Vergleich zu herkömmlich erzeugten Futtermitteln bis zu zehnfach reduziertem Flächenbedarf.

Ein weiteres Nachhaltigkeits-Highlight in 2020: Das SEGES Innovationscenter hat gemeinsam mit dem Bio-Landesverband Økologisk Landsforening mit der Entwicklung eines digitalen Klima-Tools begonnen. Das soll später die Klimawirkung auf Betriebsebene erfassen und in allen Bereichen der landwirtschaftlichen Produktion einsetzbar sein.  

Auch in der Corona-Pandemie stellt die dänische Land- und Ernährungswirtschaft also die Weichen für die Zukunft. Ebenso wie in anderen Ländern hat die Branche wegen COVID-19 aber auch verschiedene Herausforderungen zu meistern. Wegen der Afrikanischen Schweinepest und COVID-19 unterlagen die Schweinepreise erheblichen Schwankungen. 

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und werden Sie auch im kommenden Jahr über interessante Entwicklungen stets auf dem Laufenden halten. Für Ihre Fragen und Anregungen haben wir stets ein offenes Ohr.

Ein frohes Fest und alles Gute im neuen Jahr wünscht Ihnen Ihr Fachinfo-Schwein-Team!