Foto: Brett Sayes

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Zaun verstärkt Seuchenschutz

Der ‚Wildschweinzaun’ entlang der deutsch-dänischen Grenze liefert weiterhin Diskussionsstoff. Zusammen mit anderen Maßnahmen soll er das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Dänemark minimieren.

In Osteuropa sind Wildschweine eine wesentliche Ursache für die sprunghafte Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Im Dänischen Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft verfolgt man in diesem Zusammenhang alle erdenklichen Wege zur Risikominimierung, da ein ASP-Ausbruch in Dänemark den sofortigen Stopp für Schweinefleischexporte in Länder außerhalt der EU bedeuten würde.

Jens Munk Ebbesen, Veterinärdirektor im Dänischen Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft: „Dies würde bereits in den ersten drei Monaten Milliardenverluste mit sich bringen. Bis zur erneuten Öffnung aller Märkte würde so viel Zeit verstreichen, dass wir bedeutende Marktanteile verlieren könnten. Mit entsprechenden Verlusten für die Branche und die gesamte Wirtschaft des Landes.“

Der Wildschweinzaun solle die damit verbundenen Risiken senken, so Jens Munk Ebbesen.

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Die ASP ist ansteckend für Schweine und Wildschweine, aber nicht für Menschen. Der Kontakt mit erkrankten Tieren stellt für Menschen also kein Gesundheitsrisiko dar. Für Schweine gibt es jedoch weder Impfungen noch andere Behandlungsmöglichkeiten.

Jens Munk Ebbesen „Der Wildschweinzaun ist lediglich Teil eines ganzen Maßnahmenpakets, liefert aber in Kombination mit Jagdeinsätzen effiziente Prävention.”
85 % der dänischen Schweineproduktion werden in mehr als 120 Länder exportiert. Die dänische Schweinebranche beschäftigt über 33.000 Mitarbeiter und trägt mit 18-19 Mrd. DKK zum BIP des Landes bei.

Ähnliche Zäune werden übrigens auch in anderen Ländern als Mittel gegen die Afrikanische Schweinepest eingesetzt bzw. erwägt.