Foto: Landbrug & Fødevarer

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Wie ersetzen wir Zink?

Spätestens 2022 darf Ferkeldurchfall nicht mehr mit Zink behandelt werden. Zur Erforschung von Alternativen äußerte sich auf dem diesjährigen Schweinekongress Christian Fink Hansen, Sektordirektor im SEGES Pig Research Centre des Dänischen Fachverbands der Land- und Ernährungswirtschaft.

Schnelle Lösungen und Wundermittel gebe es nicht, so Christian Fink Hansen: „Folglich arbeiten wir intensiv an einem ganzen Bündel von geeigneten Maßnahmen.“

Ein Ansatz besteht in der Fütterung von Ferkeln. Aktuelle Versuche befassen sich mit der Eiweißdosierung. Unmittelbar nach dem Absetzen kann man Durchfällen durch Reduzierung der Eiweißmenge vorbeugen. Die negativen Folgen dieser Reduktion lassen sich anschließend durch erhöhte Eiweißzufuhr begrenzen.

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Christian Fink Hansen: „Dies ist zwar ein interessanter Ansatz, aber vermutlich werden wir noch früher ansetzen. Beispielsweise eine Milchkombination bis zum 10. Lebenstag, dann Trocken- bzw. Nassfutter, so dass wir die Darmflora der Saugferkel behutsam ans Absetzen heranführen.“

Die Website zinkguide.dk informiert dänische Landwirte über die neuesten Versuchsergebnisse und berät sie u.a. in Form von Checklisten, wie sie das Risiko von Durchfallerkrankungen ihrer Absetzferkel auch ohne Zinkgaben minimieren können.

Eingeführt wurde das Zinkverbot in erster Linie aus Umweltgründen. Um auch bei Ferkeldurchfall nach wie vor ohne Antibiotika auskommen zu können, sind alternative Verfahren gefragt, da die Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs sowie Optimierung von Tierwohl, Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Klimaschutz für immer mehr Verbraucher wichtige Anliegen sind.

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