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Dänischer Schweinekongress 2019

Beim diesjährigen Schweinekongress im jütischen Herning konnten sich die dänischen Erzeuger über die positive Preisentwicklung im laufenden Jahr freuen. Mit 12,80 DKK, dem höchsten Wert seit 18 Jahren, liegt der Kilopreis weit über dem Vorjahreswert von 8,30 DKK. Eine wesentliche Ursache ist die Afrikanische Schweinepest in Asien.

Erik Larsen, Vorsitzender Schweineproduktion im Dänischen Fachverband der Land- und Ernährungswirtschaft, äußerte sich zufrieden mit dieser Entwicklung, als er das vom 22. bis 23. Oktober abgehaltene Jahrestreffen der dänischen Schweinebranche eröffnete. Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, diese Entwicklung vernünftig zu handhaben. Die meteorologische und finanzielle Dürreperiode des Vorjahres, die sinkende Schlachtzahlen mit sich brachte, wirke noch nach:

„Aber die günstige Preisentwicklung und die gute Ernte in diesem Jahr geben neue Hoffnung. Nun können wir die notwendigen Investitionen tätigen bzw. einen Teil unserer Schulden abtragen. Wichtig ist und bleibt, dass wir weiterhin unsere Effizienz steigern und unsere Zukunft sichern.“

Hauptursache für den Preisanstieg ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Asien, insbesondere China. Mit seinem enormen Schweinefleischkonsum und seiner Schweineproduktion, die vor dem ASP-Ausbruch rund 50 % der Weltproduktion ausmachte, ist China ein bedeutender Faktor. Gesicherte Angaben liegen nicht vor, aber vermutlich ist die chinesische Schweineproduktion durch den Ausbruch um ein Drittel zurückgegangen.

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Auch in Europa bereitet die ASP Sorgen. Ein Ausbruch in Dänemark würde nach aktuellen Berechnungen des Veterinär- und Lebensmitteldirektorats neben Katastrophen für Mensch und Tier unmittelbar finanzielle Verluste von 2 Mrd. DKK mit sich bringen. Der Wildschweinzaun entlang der deutsch-dänischen Grenze sowie verschärfte Kontrollen der Reinigung und Desinfektion von Schweinetransportfahrzeugen und andere Seuchenschutzmaßnahmen sollen dieses Risiko minimieren. Nicht vorschriftsmäßig gereinigte Fahrzeuge werden zur Reinigung nach Deutschland zurückgeschickt. Hinweisschilder warnen Einreisende vor den mit Lebensmitteln aus Ländern mit ASP verbundenen Gefahren: Schon ein infiziertes Butterbrotpapier kann einen ASP-Ausbruch verursachen.

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