Foto: SEGES

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Mehr Tierwohl und Nachhaltigkeit

Forschung und Innovation haben in der dänischen Schweinebranche Tradition und gewinnen weiter an Bedeutung.

Die F&E-Aufwendungen der dänischen Landwirtschaft – u.a. zur Verbesserung des Tierschutzes – gehen seit vielen Jahren alljährlich in die Millionen. Neue Technologien spielen dabei eine stets wichtigere Rolle. Automatisierung, Roboter, künstliche Intelligenz etc. können gut ausgebildetes und engagiertes Personal zwar nicht ersetzen, helfen aber, die richtigen Entscheidungen zu treffen und bei Bedarf rechtzeitig einzugreifen. Werden auf diese Weise z.B. Verletzungen vermieden, ist dies ein wichtiger Beitrag zum Schutz und Wohl der Tiere.

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„Im SEGES Pig Research Centre haben wir u.a. herausgefunden, dass sich Ausbrüche von Schwanzbeißen durch eine bestimmte Schwanzstellung ankündigen. Mit diesem Wissen werden wir anhand von optischen Überwachungsverfahren in absehbarer Zukunft Frühwarnsysteme entwickeln können”, erklärt Entwicklungsleiter Jakob Lave vom SEGES Pig Research Centre im Dänischen Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft.

Mobile Nachhaltigkeit
Auch Überwachung aus der Vogelperspektive – per Satellit – gewinnt für die Nachhaltigkeit und Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion an Bedeutung.

Jakob Lave: „Alle vier Tage erfasst ein Satellit aus 800 km Höhe in 4 Sekunden ein aussagekräftiges Bild von Dänemarks Ackerflächen. Unsere Forscher haben an der Entwicklung der Auswertungssoftware namens CropManager mitgewirkt. Damit können dänische Landwirte ihre Stickstoffzufuhr wesentlich präziser und bedarfsgerechter dosieren. Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung werden wir bald in der Lage sein, den Bedarf jeder einzelnen Pflanze zu ermitteln.”

Beim Einsatz neuer Technologien sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Beispielsweise könnte man anhand von Temperaturdaten auch Modelle für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entwickeln.

„Die Entwicklung der kommenden 4-5 Jahre wird uns unglaubliche Möglichkeiten eröffnen. Branchenübergreifende Kooperationen und Innovationen sowie das Teilen von Wissen und Daten werden weiter zunehmen. Die Landwirtschaft wird so ihren Klimaschutz und ihre Effizienz weiter optimieren können“, erklärt Entwicklungsleiter Jakob Lave.

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