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Ein Jahr voller Wohlgeschmack

Laut einer jüngst in Dänemark durchgeführten Umfrage ist schmackhaftes Essen in aller Munde. Dies gilt insbesondere für warme Mahlzeiten.

11. April 2019

Was beeinflusst die Vor- und Zubereitung von Mittagessen (das man in Dänemark übrigens abends zu sich nimmt)? Eine aktuelle Analyse ergab, dass noch bessere Geschmackserlebnisse für die Nahrungsmittelbranche ein beachtliches Potenzial darstellen – vor allem wenn man die psychologischen Barrieren der Verbraucher berücksichtigt.

Ideal versus Realität
Schmackhaftes und gesundes Essen ist den befragten Konsumenten ein zentrales Anliegen. Die tägliche Hauptmahlzeit sollte idealerweise warm sein, und man sollte sie aus gesunden, ethisch einwandfreien Zutaten – u.a. viel Gemüse – selber zubereiten. Die Realität sieht allerdings oft anders aus. Psychologische Barrieren versperren den Weg zu guten Geschmackserlebnissen – und erzeugen auf Dauer ein schlechtes Gewissen. Zum Beispiel sind viele Menschen der Auffassung, dass schmackhaftes und gesundes Essen eine ganze Reihe von Komponenten und viel Arbeitsaufwand erfordert. Dies wird mit noch mehr Zeitdruck und Stress verbunden.

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Zeit ist knapp
Aufgrund des chronischen Zeitmangels entspricht die täglich zubereitete Hauptmahlzeit oft nicht den Erwartungen. 65 % der Befragten gaben an, dass sie meist auf typische Klassiker zurückgreifen, und 23 % entscheiden sich in der Regel für schnelle Lösungen. Insgesamt soll die Zubereitung der abendlichen Hauptmahlzeit schnell und einfach zu erledigen sein. Natürlich gibt es auch nahrhafte und gesunde Gerichte, die sich schnell zubereiten lassen. Aufgrund des Zeitdrucks neigt man aber dazu, am Gemüse zu sparen, und greift eher zu Fastfood bzw. Fertiggerichten. Da man auf diese Weise das Ideal einer gesunden, schmack- und nahrhaften Mahlzeit in der Regel verfehlt, bekommt man am Ende ein schlechtes Gewissen.

Fehlende Inspiration
Ein weiteres Hindernis besteht im Mangel an Anregungen. Innovatives Denken und Handeln braucht Zeit und Muße. Gute Rezepte gibt es zwar genug, aber man muss sie auch zum richtigen Zeitpunkt zur Hand haben – sowie eventuelle Bedenken wegen Komplikationen bei der Beschaffung von Zutaten und der Zubereitung überwinden. Und das alles womöglich nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag. Also bleibt man beim Gewohnten und Bewährten und verzichtet auf neue Geschmackserlebnisse.

Geschmackliche Aufwertung
Die Analyse lässt den Schluss zu, dass die Nahrungsmittelbranche sich durch Entwicklung noch schmackhafterer Produkte neue Märkte erschließen könnte. Genussqualität könnte zum Schlüsselfaktor werden. Geschmackliche Aufwertung hat – insbesondere für warme Hauptmahlzeiten – das Potenzial zum entscheidenden Wettbewerbsparameter. Die entwickelten Produkte bzw. Konzepte würden den Konsumenten bei der Überwindung ihrer Vorurteile gegenüber gesunder Ernährung helfen und sie an neue Geschmackskompositionen heranführen, die ihrem Wunsch nach selbst zubereiteten sowie gleichermaßen gesunden und köstlich mundenden Mahlzeiten entsprechen.

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