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Fokus: Freilaufhaltung von Sauen

In der dänischen Schweinebranche haben Forschung und Innovation seit vielen Jahren hohe Priorität. Dies gilt auch für die Freilaufhaltung aller Sauen. Obwohl dänische Sauen bereits fast ihr ganzes Leben in Freilaufhaltung verbringen, arbeitet man weiter konsequent an Lösungen, die auch allen säugenden Sauen Freilaufhaltung ermöglichen sollen.

14. Juni 2018

2018 investieren die dänischen Schweineproduzenten 230 Mio. DKK in Forschungsvorhaben für noch mehr Tierwohl, Qualität und Nachhaltigkeit. Mit Blick auf optimale Ergebnisse und Synergien beteiligen sich dänische Spezialisten an internationalen Kooperationsvorhaben zur Erforschung und Entwicklung neuer Erkenntnisse und Vorgehensweisen.

Internationaler Workshop „Loose Lactating Sows 2018”
So war das SEGES Pig Research Centre im April dieses Jahres Gastgeber einer internationalen Veranstaltung zum Thema „Loose Lactating Sows 2018”.
Führende Forscher, Produzenten, Vertreter internationaler Tierschutzorganisationen und andere Experten trafen sich zum Wissens- und Erfahrungsaustausch – mit dem Ziel, Wissenslücken in zentralen Fokusbereichen aufzuzeigen und Empfehlungen für die Entwicklung und Gestaltung von Haltungssystemen für säugende Sauen zu erarbeiten.

Der Workshop zeigt beispielhaft, welch hohe Priorität die internationale Zusammenarbeit für die dänische Schweinebranche hat. Die US-Forscherin Dr. Monique Pairis-Garcia unterstreicht die Bedeutung länderübergreifender Kooperation in ihrem Bericht vom Workshop in der Fachzeitschrift Pig Progress: “Although we did not unanimously agree on the perfect design, this opportunity allowed us to develop strong collaborations and utilise a holistic approach to successfully implement loose farrowing systems.”

Die britische Professorin Sandra Edwards erklärte in ihrer Zusammenfassung des zweitägigen Workshops unter anderem:

Over the sequence of workshops, now spanning more than 10 years, we have seen the participants change from a largely Northern Europe group of researchers to a true international group with participation from North America and Australasia. This is great as it allows us to discuss new challenges and opportunities in the subject area. I would therefore like to finish by thanking SEGES for developing such a good programme and productive format for the workshop, and for providing great hospitality for our meeting.

Dänische Zusatzanforderungen 

Über die EU-Anforderungen hinaus arbeiten die dänischen Schweineproduzenten nach einer Reihe von weiter gehenden Vorgaben:

  • Schwanzkupieren ist nur zulässig, wenn dokumentiert ist, dass unterlassenes Kupieren Schäden verursacht hat. In solchen Fällen dürfen Schwänze zwischen dem 2. und 4. Lebenstag maximal zur Hälfte entfernt werden.
  • Kastration unter Schmerzlinderung. Ab 2019 erfordert der Eingriff vorherige örtliche Betäubung.
  • Dusch-/Sprühanlagen in Freilaufhaltungssystemen und für Schweine über 20 kg
  • Stroh oder andere Wühlmaterialien für trächtige Sauen
  • Mindestens 1/3 planbefestigte bzw. teilperforierte Böden für Mastschweine, mindestens 1/2 für Ferkel
  • Wühl- sowie Beschäftigungsmaterialien natürlichen Ursprungs für sämtliche Schweine
  • Vorgaben für Krankenbuchten
  • Freilaufhaltung in neuen Deckställen seit 2015, in allen Deckställen ab 2035
  • Einstreu auf planbefestigten bzw. teilperforierten Böden für Sauen in Freilaufhaltung.

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