Foto: Trine Lomholt Bruun

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Was bedeuten die aktuellen Trends für die Fleischbranche?

Die für 2018 prognostizierten Nahrungsmitteltrends stellen für Fleischwaren eine Herausforderung dar. Viele Konsumenten schränken ihren Fleischkonsum ein und legen zunehmend Wert auf Themen wie Tierwohl, Klimaschutz oder Gesundheit. Im Außer-Haus-Markt spielt Fleisch jedoch weiterhin eine bedeutende Rolle. Näheres erfahren Sie im folgenden Artikel.

Die aktuellen Ernährungstrends haben unterschiedliche Bedeutung für eine Vielfalt von Lebensmitteln. Im letzten Newsletter haben wir über die Megatrends für 2018 berichtet. Sie finden den Bericht hier.

Im vorliegenden Artikel geht es darum, welche Folgen diese Trends im Bereich Schweine- und Rindfleisch auslösen könnten.

Herausforderungen für rotes Fleisch

Fleisch vom Schwein, Rind, Kalb oder Lamm befindet sich in einem herausfordernden Umfeld, wo mehrere Trends eine Rolle spielen und die Einstellung zu roten Fleischsorten negativ beeinflussen. Zum einen bröckelt die Vorstellung, dass Fleisch fester Bestandteil von warmen Mahlzeiten sein muss. Ein zunehmender Teil der Konsumenten hält fleischarme oder fleischfreie Tage ein.

Beweggründe zur Einschränkung des Fleischverzehrs liefern vor allem gesundheitliche Aspekte, aber auch die Sorge um das Wohl der Tiere oder den Klimawandel. Weltweit schärft sich das Bewusstsein der Verbraucher in ethischen Fragen. Man fordert mehr Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Lebensmittelsicherheit, Tierschutz. Diese Themen gewinnen an Bedeutung und sind von Seiten der Anbieter respektvoll und glaubwürdig zu vermitteln, so dass sich die Konsumenten sicher fühlen können.

Nicht zuletzt spielen auch die Offenheit und Neugier auf neue Zutaten sowie neue Kombinationen bekannter Zutaten oder Gerichte eine Rolle. Anregungen gibt es im globalen Dorf in Hülle und Fülle. Auch dies kann – bewusst oder unbewusst – zu weniger Fleischverzehr führen.

Wachstumspotenzial

Andererseits eröffnen einige neue Trends Bereiche, in denen der Fleischverzehr zunehmen kann. So gibt es eine Bewegung zurück zur Natur, zu echtem, nahrhaftem Essen, wo zum Beispiel Fett kein Störfaktor, sondern die Grundlage für zartes und schmackhaftes Fleisch ist.

Beim Tierschutz zeichnen sich neue, differenzierte Konzepte ab, wie Tierwohlfleisch produziert unter den Kriterien des neuen staatlichen Tierwohlabels, die ethisch bewusste und weniger preisempfindliche Verbraucher ansprechen. Außerdem ist ein Trend zum Außer-Haus-Verzehr erkennbar, wo man, wie bereits erwähnt, nach wie vor Wert auf Fleisch, gerne rotes Fleisch legt.

Die Trendprognosen basieren auf Daten des Dänischen Fachverbands der Land- & Ernährungswirtschaft, Erhebungen von GfK ConsumerScan sowie Quellen wie Innova Market Insights, Euromonitor International und Mintel.

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