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Erneute Straffung bei Antibiotika

Am 1. Juli 2016 wurden die Vorgaben der ‚Gelben Karte‘ zur Begrenzung des Antibiotika-Einsatzes in der dänischen Schweineproduktion erneut verschärft.

Zwei wesentliche Änderungen der ‚Gelben Karte‘ traten am 1. Juli 2016 in Kraft:

  • Erneute Senkung der oberen Grenzwerte für den Antibiotikaverbrauch pro Betrieb
  • Sinnvolleres Berechnungsverfahren durch unterschiedliche Gewichtung problematischer und weniger problematischer Präparate.

Die differenzierte Bewertung soll dem Einsatz von Reserve-Antibiotika und potenziell damit verbundenen Resistenzproblemen in der Humanmedizin entgegenwirken.

Auf diese Weise motivieren wir die Landwirte, Präparate einzusetzen, die von Humanmedizinern nicht als problematisch betrachtet werden,” äußert Kristian Viekilde, Vorsitzender der Schweinesektion im Veterinärverband, gegenüber der Fachzeitung Landbrugsavisen. Er begrüßt das differenzierte Verfahren.

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung

Gleichzeitig werden die generellen Obergrenzen nochmals reduziert, um den Antibiotikaverbrauch insgesamt weiter zu senken.

Die für den Landwirt mit Auflagen und wirtschaftlichen Einbußen verbundene ’Gelbe Karte’ wird seit 2010 bei Überschreiten der jeweils für Ferkel, Mastschweine und Sauen festgesetzten Grenzwerte erteilt. 

20 % weniger Antibiotika

Von 2009 auf 2015 wurde der Antibiotikaverbrauch in der dänischen Schweinebranche – bei stabiler bzw. leicht steigender Produktion – um 20 % reduziert.

Damit liegt der dänische Antibiotikaverbrauch bei Schweinen deutlich unter dem Verbrauch in den meisten vergleichbaren EU-Erzeugerländern.

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