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Nicht alle Sauen sind gleich gute Mütter

Mit zunehmendem Interesse an der Freilaufhaltung von säugenden Sauen steigt der Bedarf, Sauen mit den besten Muttereigenschaften zu identifizieren. Dänische Forscher liefern Beiträge zum internationalen Wissen.

27. Februar 2017

Möglichst große Würfe sind für Schweineproduzenten ein wichtiger Wettbewerbsfaktor zur Reduktion der Produktionskosten pro Schwein. Sowohl die Wurfgrößen als auch die Ferkelüberlebensraten steigen weiter. In Dänemark lautet das derzeitige Ziel, die Überlebensrate um ein Ferkel pro Wurf zu steigern.

Dies stellt höhere Anforderungen an die Sauen. Schon jetzt setzt man sowohl Ammen als auch Anlagen zum Säugen der Ferkel ein”, erklärt Chef-Forscherin Vivi Aarestrup Moustsen vom SEGES Pig Research Centre im Dänischen Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft.

Optimal sei aber nach wie vor, dass die Sauen sich möglichst all ihrer eigenen Ferkel annehmen. Dies erhöhe sowohl das Tierwohl als auch die Produktionsergebnisse, durch mehr Tiere mit weniger Arbeit, stärkere Absetzferkel und reduzierte Anlagekosten.

Was ist eine gute Muttersau?
In Dänemark steht die Freilaufhaltung aller Sauen – auch im Abferkelstall – zunehmend im Fokus.

Vivi Aarestrup Moustsen: „Besonders im Abferkelstall spielen die Muttereigenschaften der Sauen eine zentrale Rolle.”

Was eine gute Muttersau kennzeichnet, haben dänische Forscher in Beständen mit sowohl Freilaufhaltung als auch herkömmlichen Buchten mit Schutzbügeln untersucht.

Wie man die besten Muttersauen findet
Übergeordnet zeigt die Auswertung der Daten für die beiden Produktionsformen unterschiedliche Überlebensraten. Aber auch bei Freilaufhaltung gibt es Sauen, die genau so gute Ergebnisse liefern wie Sauen in Buchten mit Schutzbügeln.

Vivi Aarestrup Moustsen: „In beiden Produktionssystemen beeinflussen die Wurfgröße und das Alter der Mutter die Überlebensrate in negativer Richtung.” Bei Freilaufhaltung kommt hinzu, dass lange Abferkeldauer die Überlebenschancen der Lebendgeborenen reduziert.

Die Identifizierung von guten Muttersauen ist laut Vivi Aarestrup Moustsen international ein wichtiges Thema. So werden die Forschungsergebnisse aus der Kooperation von Uni Kopenhagen und SEGES Pig Research Centre mit internationalen Kooperationspartnern ausgetauscht.